Abwasser

Auf siedlungseigenem Gelände wurden drei kleine Schilfbeetkläranlagen für alle häuslichen Abwässer aus Waschmaschine, Geschirrspülmaschine, Bad und Dusche gebaut. Fäkalienhaltiges Toilettenabwasser gelangt nicht in die Anlage. Abwässer, die nicht mit Straßenschmutz und Industrieabwässern belastet sind, können sicher und unkompliziert in Schilfbeetkläranlagen gereinigt werden. Dadurch werden die städtischen Kläranlagen entlastet, die Bewohner zahlen keine Abwassergebühren und das Wasser wird rasch wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt.

Allerdings muss für eine solche Grauwasserkläranlage zusätzlich Platz im Siedlungsgebiet zur Verfügung stehen, ca. 2 m² pro Einwohner. Neben dem höheren Flächenbedarf  sind auch strenge Hygienebestimmungen und höhere Baukosten zu berücksichtigen. Die Reinigungsleistung der Kläranlage muss regelmäßig von einer Fachfirma kontrolliert und bewertet werden.

Weil durch den gemeinschaftlichen Bau und Betrieb der Anlage die Kosten insgesamt niedrig gehalten werden können und keine Sielgebühren anfallen, ist dieser „Ökobaustein“  jedoch

langfristig eine lohnende Investition.

Ein nicht unwichtiger Nebeneffekt ist, dass die Bewohner der Siedlung ein hohes Bewusstsein für sauberes Wasser entwickeln. Nur wenn keine giftigen Haushaltschemikalien ins Abwasser gelangen, funktioniert die Anlage optimal.